Linz, am 12. August 2006

FPÖ / Senioren / Pflegenotstand

LAbg. Moser: Pflegenotstand braucht unterschiedliche Lösungen!

"Ausländisches Pflegepersonals legalisieren und mehr Geld in das Pflegesystem pumpen, ohne dabei eine politische Kurskorrektur vorzunehmen, ist der falsche Ansatz. Der Pflegenotstand hat viele Ursachen und braucht daher auch unterschiedliche Lösungen", so die freiheitliche Sozialsprecherin LAbg. Helga Moser.

LAbg. Moser sieht mit der Entlastung des Pflegepersonals in den Heimen einen Ansatz zur Problemlösung. Anstelle von Funktionsarbeiten, wie z.B. Essen servieren oder Reinigungstätigkeiten, sollen die Fachkräfte jene Tätigkeiten verrichten, für die sie ausgebildet wurden. Um das zu ermöglichen, sei es erforderlich, kostengünstigere Hilfskräfte einzustellen.

Moser: "Wer auf Pflege angewiesen ist, muss sie bekommen. Die Leistung muss aber auf die tatsächlichen Bedürfnisse der zu pflegenden Menschen abgestimmt sein. Die Vielfalt der beruflichen Qualifikationen im Pflegedienst, die z.B. mit den Altenfachbetreuern, Heimhelfern oder dem Diplomierten Krankenpflegepersonal sichergestellt ist, muss hier zum Tragen kommen."

Ein Problem wären aber auch die hohen Ausbildungskosten. Tausende Euro für die Pflegeausbildung seien für die Betroffenen oft zu viel. Daher müsse das Land dafür Sorge tragen, dass nicht nur die Altenfachbetreuungsschule des Landes kostenlose Lehrgänge anbiete, sondern auch andere Einrichtungen.

Wenig hält Moser vom jüngst vorgeschlagenen Lehrberuf für den Pflegedienst. Vielfach wären nämlich 15- bis 16-Jährige mit der psychischen Belastung, die der Pflegeberuf mit sich bringt, überfordert. Diese Ausbildung solle daher in erster Linie für Erwachsene angeboten werden.

"Ausländische Pflegekräfte zu legalisieren hilft nur jenen mit hohen Pensionen und großen Wohnungen, in denen sie die Pflegekräfte auch einquartieren können. Der Pflegenotstand, den eine Vielzahl der Bedürftigen trifft, wird damit nicht gelöst. Bessere Ausbildungsvoraussetzungen für den Pflegeberuf, ein optimiertes und auf den Bedarf abgestimmtes Pflegeangebot und mehr Geld für die mobile Altenbetreuung könnten die Not lindern", so Moser abschließend.

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